Webseiten-Komponente (Embedded Webpage)
Die Webseiten-Komponente zeigt eine fremde Webseite mitten auf dem Stand, zum Beispiel Ihren Onlineshop, einen Produktkonfigurator, eine Landkarte oder ein Buchungsformular. Die Seite wird nicht kopiert, sondern in einem Rahmen live von ihrem eigenen Server geladen. Besucher können in diesem Rahmen scrollen und klicken, ohne den Stand zu verlassen.
Im Auswahlfeld „Komponententyp" heißt die Komponente Embedded Webpage.
Anlegen, Platzieren, Größe ändern, Verzerren und Speichern funktionieren wie bei allen Komponenten. Die Schritte sind am Beispiel der Bild-Komponente (Image) beschrieben. Die Reiter „Layout", „Sichtbarkeit" und „Generiert" beschreibt die Seite Einstellung von Layout und Sichtbarkeit.

Die Webseiten-Komponente im Stand-Editor, Reiter „Inhalt"
Die Felder
| Abschnitt | Feld | Bedeutung |
|---|---|---|
| Quelle | URL (Pflicht) | Die Adresse der Seite, die im Rahmen erscheinen soll. Ohne diese Angabe steht in der Szene der Hinweis „URL fehlt". |
| Titel (Barrierefreiheit, Pflichtfeld) | Eine kurze Beschreibung des Rahmens, zum Beispiel „Die Expo-IP Webseite". Screenreader lesen sie vor, damit auch Besucher ohne Bildschirm wissen, was in dem Rahmen steckt. | |
| Laden | Laden | „Verzögert (empfohlen)" lädt die Seite erst, wenn der Besucher in ihre Nähe scrollt, „Sofort" lädt sie zusammen mit dem Stand. Verzögert ist schonender für die Ladezeit des Standes. |
| Referrer-Richtlinie | Legt fest, wie viel der fremde Server darüber erfährt, von welcher Adresse der Besucher kommt. Siehe unten. | |
| Berechtigungen | Vollbild, Automatische Wiedergabe, Zwischenablage schreiben, Kamera, Mikrofon, Standort, Zahlung | Erlaubt der eingebetteten Seite die jeweilige Funktion. Alles, was Sie nicht anhaken, bleibt der fremden Seite verwehrt. |
| Sicherheit | Sandbox (deaktiviert Skripte, Formulare und die meisten Browser-Funktionen) | Sperrt die eingebettete Seite scharf ein. |
| Darstellung | Bildunterschrift | Text unter dem Rahmen. |
Die Größe des Rahmens ergibt sich aus der Größe der Komponente in der Szene, es gibt keine eigenen Größenfelder. Die eingebettete Seite füllt den Rahmen vollständig aus.

Die eingebettete Seite auf dem Stand, hier in der Vorschau
Zwei Dinge sind an diesem Beispiel gut zu sehen. Erstens richtet sich die fremde Seite nach der Breite des Rahmens, nicht nach der des Bildschirms: In einem schmalen Rahmen zeigen die meisten Seiten deshalb ihre mobile Ansicht, hier mit dem zusammengeklappten Menü. Wollen Sie die normale Ansicht einer Seite zeigen, machen Sie die Komponente entsprechend breit. Zweitens bekommt der Rahmen eine eigene Bildlaufleiste, wenn die Seite höher ist als die Komponente. Besucher scrollen dann innerhalb des Rahmens, der Stand selbst bleibt stehen.
Nicht jede Seite lässt sich einbetten
Eine Webseite kann dem Browser verbieten, sie in einen fremden Rahmen zu setzen. Viele große Anbieter tun das, darunter Google, Facebook und die meisten Banken und Shopsysteme. In diesem Fall bleibt die Fläche auf dem Stand leer oder zeigt eine Fehlermeldung des Browsers, und zwar ohne dass die Expo-IP etwas falsch macht oder eine Meldung anzeigt.
Probieren Sie eine Adresse deshalb immer in der Vorschau aus, bevor die Messe startet. Bleibt der Rahmen leer, hilft nur eine andere Adresse, eine vom Anbieter ausdrücklich zum Einbetten vorgesehene Adresse (viele Dienste bieten dafür eigene „Embed"-Links an) oder eine Link-Komponente (Link), die auf die Seite verlinkt statt sie einzubetten.
Berechtigungen sparsam vergeben
Die sieben Haken unter Berechtigungen geben der fremden Seite Rechte, die sie sonst nicht hätte. Vergeben Sie nur, was die eingebettete Seite wirklich braucht:
- Vollbild ist bei Videos und Konfiguratoren sinnvoll.
- Automatische Wiedergabe brauchen eingebettete Player, die von selbst starten sollen. Die meisten Browser verhindern das trotzdem.
- Zwischenablage schreiben braucht eine Seite, die etwas für den Besucher kopiert, zum Beispiel einen Gutscheincode.
- Kamera, Mikrofon, Standort und Zahlung sind die heiklen vier. Haken Sie sie nur an, wenn die eingebettete Anwendung ohne sie nicht funktioniert, etwa ein Videoberatungs-Tool. Der Browser fragt den Besucher zusätzlich um Erlaubnis, aber ohne den Haken kommt er gar nicht erst dazu.
Sandbox ist die Gegenrichtung: Der Haken schaltet Skripte, Formulare und die meisten Browser-Funktionen in dem Rahmen ab. Für eine rein statische Seite ist das die sicherste Einstellung, für Konfiguratoren, Shops und Formulare macht er die eingebettete Seite unbrauchbar. Probieren Sie es in der Vorschau aus.
Referrer-Richtlinie
Ruft der Browser die eingebettete Seite ab, teilt er dem fremden Server normalerweise mit, von welcher Seite die Anfrage kommt. Diese Angabe heißt Referrer, und die Richtlinie bestimmt, wie viel davon übertragen wird.
| Einstellung | Was der fremde Server erfährt |
|---|---|
| Strikte Herkunft (empfohlen) | Nur den Domainnamen Ihrer Messe, und nur bei verschlüsselten Verbindungen. |
| Kein Referrer | Nichts. |
| Nur Herkunft | Immer nur den Domainnamen, ohne die genaue Adresse des Standes. |
| Gleiche Herkunft | Die volle Adresse nur innerhalb der eigenen Domain, sonst nichts. |
| Kein Referrer bei Herabstufung | Die volle Adresse, außer die Verbindung wechselt von verschlüsselt auf unverschlüsselt. |
| Unsichere URL (nicht empfohlen) | Immer die volle Adresse, auch unverschlüsselt. |
Ohne Auswahl gilt „Strikte Herkunft".
Datenschutz
Die eingebettete Seite wird vom Server ihres Anbieters geladen, sobald ein Besucher den Stand öffnet, bei „Verzögert" sobald er in ihre Nähe scrollt. Dabei erfährt der fremde Server die IP-Adresse des Besuchers, und er kann eigene Cookies setzen. Betten Sie deshalb nur Seiten ein, deren Datenverarbeitung Sie kennen und in Ihrer Datenschutzerklärung nennen können.
Darstellung und Vorschau
Im Editor-Modus ist die eingebettete Seite sichtbar, aber nicht bedienbar, wie bei allen Komponenten. Zum Ausprobieren wechseln Sie in die Vorschau, wie auf der Seite Video-Komponente (Video) im Abschnitt „Editor-Modus und Vorschau" beschrieben.
In der Liste unter dem Stand erscheint eine Webseiten-Komponente nicht automatisch, denn ein eingebetteter Rahmen wirkt dort selten sinnvoll. Wenn Sie ihn dort trotzdem zeigen möchten, setzen Sie im Reiter „Sichtbarkeit" den Haken „In Liste anzeigen"; die Überschrift lautet dann „Webseiten".